(Bild-Quelle: Berufsbildung.ch)

Steuerabzug für Aus- und Weiterbildung ab 2016

Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer (DBG)

Art. 33 Abs. 1 Bst. j (ab 2016) Von den Einkünften werden abgezogen: die Kosten der berufsorientierten Aus- und Weiterbildung, einschliesslich der Umschulungskosten, bis zum Gesamtbetrag von 12 000 Franken, sofern: 1. ein erster Abschluss auf der Sekundarstufe II vorliegt, oder 2. das 20. Lebensjahr vollendet ist und es sich nicht um die Ausbildungskosten bis zum ersten Abschluss auf der Sekundarstufe II handelt.

Was bedeute das

Der Abzug für die direkten Bundessteuern beträgt neu maximal CHF 12‘000 pro Steuerperiode. Die Kantone können die Obergrenze für die kantonalen Steuern selbst festlegen. Der neue Abzug gilt nicht wie bis anhin nur für Weiterbildungskosten, sondern für alle beruflichen Aus-, Weiterbildungs- und Umschulungskosten nachdem ein erster Abschluss auf der Sekundarstufe II (Matura, Lehre usw.) abgeschlossen wurde. Damit sind nach Abschluss der Grundausbildung sämtliche gängigen Aus- und Weiterbildungen (Universität, Fachhochschulen, Fachausbildungen usw.) abzugsfähig, ohne dass ein direkter Zusammenhang zum ausgeübten Beruf bestehen muss. Die neue Regelung in Bezug auf die steuerliche Abzugsfähigkeit der Aus- und Weiterbildungskosten ist eine sinnvolle und längst fällige Vereinfachung. Damit müssen sich Studierende, Steuerämter und Gerichte künftig nicht mehr mit der Frage auseinander setzen, ob ein Lehrgang im Einzelfall als nicht abzugsfähige Ausbildung oder doch eher eine abzugsfähige Weiterbildung oder Umschulung zu betrachten ist. Die Kosten sind bis CHF 12’000 abzugsfähig sobald ein Abschluss auf Sekundarstufe II vorliegt. a Ferner ist festgehalten, dass die vom Arbeitgeber getragenen Kosten dem Arbeitnehmer nicht zum Lohn hinzugerechnet werden. a Gerne unterstützen wir Sie in Steuerangelegenheiten. Wir freuen uns auf Ihren Anruf.